raus hier

blogsport.eu ist doch voll Scheiße, ich hau wieder ab! Zurück zu blogsport.de 😛

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Erfurt und der Kreisverkehr…

Erfurt und der Kreisverkehr

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Pluralism. Alternative. Argument

Mikheeva E. A., Bulkin S. N., 1989

Weitere Bilder findet ihr auf meinen Bildblog: Hammer & Sichel

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Erfurt vs. Jena

Ich bin ein Freund spießiger Eingenarten bestimmter Städte. Die letzen Jahre war ich ein klassischer Erfurter, eine Puffbohne. Dazu gehörte eine ordentliche Portion Hass gegen die Schweinestadt Jena! Jena, diese Studentenstadt, Jena diese ewig gestrige Stadt der längt als beerdigt geglaubten Linken! Und überhaupt: Jena!

Nun verschlug es mich in eben diese Stadt und ich musste mir einige Gepflogenheiten neu sortieren. Zum Glück halte ich von Fußball nichts, damit war der Umstieg schon um einiges leichter. Obwohl ich zu diesem Thema mal feststellen muss: Die Jenaer Fußballfans sind auch Idioten. Mehr als einen Anstrich Links zu sein haben die Horda Azzuro auch nicht, dieser Anstrich ist dazu noch alt und blättert.
Eine weitere Eigenart betrifft des Thüringers bestes Stück: Die Bratwurst. Für gewöhnlich wird zur Bratwurst nach Ketchup oder Senf gefragt, beides steht bereit, die Entscheidung wird dem Käufer des Fettbatzens überlassen. In Jena allerdings ist es etwas anders. Zwar steht beides zur Verfügung, aber die Frage welches von beiden man denn gerne hätte ist eine rhetorische und auf diese Falle sollte man vorbereitet sein, stellt man doch mit der Antwort seine Loyalität zur Stadt unter Beweis. An einem Beispiel:

Heute war ich bei meinem Lieblingsbrater. Typ: Glatze, Alpha-Industries und alte verblassende Nazitätowierungen auf der Hand.

Ich: „Eine Bratwurst, bitte!

Er: „unverständliches Gegrummel“ (Ich muss ihm bei was wichtigen gestört haben)

Er: „Senf oder…..

Ich: „äh…

Er, jetzt mit kritischem Blick: „die Teufelssoße für Leute aus Vieselbach?

Ich: „SENF!!!

Vieselbach gehört zum Speckgürtel von Erfurt und wie ich gelernt habe, nur Erfurter essen ihre Bratwurst mit Ketchup.

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Zur aktuellen Debatte in der Linken:

Für wen bleibt offen! Ich würde aber dennoch als erster stumm auf Bodo Ramelow zeigen!

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Jena, 24.12.2010

Jena, 24.12.2010

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Diary of boredom II

2. Tag:

8:15Uhr, es gibt Frühstück. Wieder Stulle, wieder Wurstbelag. Ein Glas Nutella finde ich aber immerhin auch auf dem „Buffet“. Dazu sehr dünner Kaffe und Musik aus dem Radio. In Kleinbussen fahren wir danach in das Naturschutzgebiet Hainich. Erst einmal werden wir durch ein „Erlebnismuseum“ getrieben; ich bin gelangweilt von den ganzen grundschulgerechten Spielzeugen und lasse mich in die großen Sitzsäcke fallen, die überall verteilt liegen.

Meine Begleiter dagegen sind fasziniert, drehen, schrauben, klopfen auf alles was es zu bewegen gibt. Ich höre mir lieber Nachrichten an um mir nicht ganz so aus der Welt vorzukommen. Danach soll es nun wirklich und so richtig in den Hainich gehen. Ein Typ, den wir als Ranger ansprechen sollen, erklärt uns, es habe Meinungsverschiedenheiten zur Begehbarkeit des Pfades gegeben. Man habe sich aber auf die Ausnahme geeinigt, uns trotz der Schneewehen einzulassen. Alle sind begeistert und voller Lobesworte. Ich jedoch frage mich ob dieser Beginn nicht vielmehr so standardisiert ist wie er klang. Egal, jetzt geht es auf den Baumkronenpfad. Auf Kronenhöhe durch den Wald laufen ist nett, aber der Winter lässt die Welt im Schnee versinken und so wirkt alles gleich. Mittelpunkt ist eine Aussichtsplattform in 47 Metern Höhe. Mehr sieht man hier aber auch nicht.

DAS war also DER Hainich! Nicht dass ich von Natur etwas anderes erwarten würde, zumindest nicht in diesen Regionen, aber bei der pompösen Ankündigung – Urwald und so – habe ich schon etwas anderes erwartet. Tiere sieht man übrigens auch keine. Ist ja Winter, versteht sich, die „schlafen“.  Nachdem wir also den Hainich von oben sehen konnten, wandern wir noch über zwei Stunden durch Wald und Flur. Immer wieder versinke ich tief im Schnee, kippe um, rutsche aus oder komme gar nicht mehr weiter. Ich habe jetzt eine Vorstellung von Opas Umzug aus den Ostgebieten, mir aber gefällt es.

Schnee weht mir ins Gesicht, die Finger frieren ab und ob ich noch alle Zehen dranhabe ist fraglich. So geht es Schritt für Schritt weiter. Die Natur scheint mir eine Falle gestellt zu haben, ich finde den Weg nicht mehr. Also einfach querfeldein. Schollen von Eis brechen unter meinen Füßen und ich bin etwas am Wimmern. Kurz bevor ich aber aufgegeben und mich zum sterben niedergelegt hätte, taucht aus dem Nichts ein Friedhof auf. Ein Zeichen?! Ja! Ich habe gegen die Natur gewonnen und befinde mich wieder am Rand von Craula. Eingeschneit stapfe ich durch das Dorf und schon bin ich wieder in der Herberge. Schuhe, Socken und ich auf die Heizung, dann Mittag. Mittag bedeutet hier: Stulle mit Wurst.
Gegen Abend dann ein Vortrag über Fledermäuse. Mit einer mir fremden Begeisterung redete ein Waldschrat (Typ: Weihnachtsmann im Supermarkt mit Hang zum Alkoholismus) knapp zwei Stunden über die kleinen Flattermänner. Infokasten: der nächste Verwandte der Fledermaus ist der Maulwurf – Infokasten Ende. Auf dem Dachboden entdeckten später Mitreisende eine Tischtennisplatte und so war ich die nächsten Stunden damit beschäftigt, rechtzeitig den Ball zu sehen und zuzuschlagen. Nachdem ich auf dem Dachboden alte Matratzen gefunden habe, (erinnerten stark an diverse Bandpennen und rochen auch so) verlegte ich dorthin mein Nachtlager. Ich erhoffte mir Ruhe und Einsamkeit und schlief zu „Old man in new car“ ein. 3:30Uhr wurde ich jäh aus meinen Träumen gerissen. Eine Horde stark alkoholisierter Jugendlicher hatte sich entschieden, die Party auf den Dachboden zu verlegen. Erst versuchte ich einfach, nicht gefunden zu werden und verkroch mich noch weiter im Gebälk. Ein Tischtennisball lies mich aber auffliegen. Ich im Schlafsack, müde und wütend, über mir eine Bande gackernder Mädels. In völliger Missachtung meiner Privatsphäre zog ich mich vor den Hassobjekten an und verließ, meinen Schlafsack hinter mir herziehend, den Dachboden um an anderer Stelle ein ruhiges Plätzchen zu finden.

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Diary of Boredom I

Logbuch:

Location: Craula / Hainich / Thüringen
Koordinaten: 51° 4′ N, 10° 30′ O
Zeit: 06.12. – 09.12.2010
Crew: 29 Jugendliche, ich und zwei Begleiter

1. Tag:

Pünktlich zur Mittagszeit kommen wir am Montag im verschneiten Craula an. Craula besteht aus ein paar Häusern, zwei Zigarettenautomaten, einem Kriegerdenkmal… und sogar einen Löschteich gibt es.

Menschen sehe ich nicht, nur Hunde bellen hinter den Toren der Gehöfte. Freundlich werden wir von der Leiterin der Herberge begrüßt und nach einer kurzen Einweisung geht sie wieder nach Hause. An der Tür hängt ein Zettel auf dem ihre Adresse steht – sollte es noch Fragen geben.

Die Herberge besticht durch schlichte Einrichtung. Es gibt zwei größere Aufenthaltsräume mit Fernsehern. Die Spiele, die zahlreich in den Schränken liegen, sind unvollständig und runden so die trostlose Atmosphäre der Räume ab. Die Ausstattung wirkt wie seit den 90ern stückweise zusammengewürfelt, hier passt einfach nichts zusammen. Ich habe den Verdacht, man wollte so etwas wie ein Landhaus kopieren, denn alles scheint hier aus Holz zu bestehen.

Sogar die Wände sind mit Holzimitaten verkleidet und beeindrucken durch absolute Hässlichkeit, passen sie doch farblich so gar nicht zum Rest der ebenso billigen Ausstattung. Wo die Wände nicht mit aufgeklebtem „Holz“ zugepappt sind, ist ein freundliches Grün die Hauptfarbe.
Dieses Grün und der Laminatboden rufen längst verblasste Erinnerungen an DDR-Ferienheime hervor. Überhaupt scheint es in der ganzen Zone nur DIESES eine Grün gegeben zu haben, der Trabi den wir mal hatten sah zumindest genauso aus.

17:45 Uhr finden wir uns uns im Gemeinschaftsraum ein und lauschen einem Vortrag zum „Nationalpark Hainich“. Die Referentin hat „Umweltpädagogik“ irgendwo bei Rostock studiert. Sie klingt auch etwas wie „die“ aus dem Norden und „natürlich“ ist ihr Lieblingswort. Der Hainich sei so natürlich seit ihn die Rote Armee verlassen hat. Immer wieder redet dann auch vom Urwald und betont, dass nur noch in 10% der Fläche eingriffen wird, der Rest regele sich ganz natürlich. Am nächsten Tag sollen wir erfahren, dass zu dieser natürlichen Regulierung auch Jäger gehören, die im Winter auf Wildjagd gehen.
Danach gibt es standesgemäßes Abendbrot: Stulle und Wurst. Ich laufe noch eine Runde durch das Dorf, lese die Namen auf dem Kriegerdenkmal durch und stelle fest: Tradition verbindet. Fielen die Väter schon im 1. WK., so folgten ihnen die Söhne auf dem Schritt im 2. WK. – gut zu wissen.

An einer verschneiten Bushaltestelle an der zweimal am Tag ein Bus hält, pausiere ich und erinnere mich wie ich in meinem Heimatdorf an eben einer solchen Haltestelle Teile meiner Jugend verbrachte. Jugend scheint es hier aber nicht zu geben oder aber sie haben Autos und konnten fliehen. Gemütlich schlendert ein alter Herr an mir vorbei, schaut mich an sagt mit freundlicher Opastimme: „Hier fährt aber heute nichts mehr!“. Kurz halte ich mit ihm Smalltalk. Der Inhalt lässt sich mit: „Früher war alles besser“ zusammenfassen. Wir sind uns einig, alles ist gesagt, er verschwindet im Schnee.

Auch ich laufe zurück durch das Dorf und werde etwas nachdenklich. Gerne würde ich ein Haus betreten und fragen wie man hier nur leben kann. Ich glaube aber die Häuser sind nur Attrappen, vielleicht ein Atombombentestgebiet?! Die Dorfstraße (der einzig geräumte Weg) führt mich zurück in mein 6-Personenzimmer. Ich klettere in das klapprige Hochbett, bewundere die unfassbar geschmacklose Blümchentapete (wieder DIESES Grün!) und schlafe ein.

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Auf dem Weihnachtsmarkt in Gera

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R.I.P.


Leslie William Nielsen, CC (* 11. Februar 1926 in Regina, Saskatchewan; † 28. November 2010 in Fort Lauderdale, Florida, USA)

Frank: „Nein, Jane, das kann ich nicht, weil die Guten nun mal die Guten sind und die Bösen nun mal die Bösen! Es sei denn, es kommt ein Blitz vom Himmel und die guten werden plötzlich böse, aber das ist jetzt nicht wichtig.“

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